Logo internationaler Förderverein Basale Stimulation e.V

Unsere Ehrenmitglieder

 

Prof. Dr. Andreas Fröhlich war von 1994 – 2006 als Professor für „Allgemeine Sonderpädagogik“ am Institut für Sonderpädagogik der Universität Landau/Pfalz tätig. Davor arbeitete er an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, er vertrat dort als Professor das Lehrgebiet „Geistigbehindertenpädagogik“.

 

Der Beginn der Hochschullaufbahn war Mainz, dort hatte er eine Lehrstuhlvertretung Körperbehindertenpädgogik über zwei Jahre inne. Er arbeitete viele Jahre praktisch mit schwer mehrfachbehinderten Kindern im Rehabilitationszentrum Landstuhl/Pfalz. In diesem Zentrum entwickelte zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen die Grundlagen der Basalen Stimulation.

 

1986 wurde er im Fach Heilpädagogische Psychologie an der Universität zu Köln promoviert. Seine intensiven Forschungen auf dem Gebiet schwerer Behinderung, Bewusstlosigkeit und Pflegebedürftigkeit führten u.a. zur Entwicklung des Konzepts Basale Stimulation.

Basale-Stimulation-Christel-Bienstein

 

Prof. Christel Bienstein, Diplompädagogin und Krankenschwester, Leiterin des Department Pflegewissenschaft Witten/Herdecke, hat das Konzept auf die Pflege übertragen. 2011 erhielt sie vom Deutschen Pflegerat die Verleihung des Pflegepreises 2011, eine Auszeichnung wegen ihres großen Engagement für das Konzept der Basalen Stimulation¨ und dessen Verankerung in der Pflege.

 

Frau Ursula Büker machte die Basale Stimulation zum Mittelpunkt ihrer Arbeit mit Kindern, dabei trug sie konstruktiv zur Weiterentwicklung des Konzeptes bei. Sie veröffentlichte zahlreiche Artikel, hielt Vorträge und Kurse auf nationaler und auch internationaler Ebene und setzte sich immer für den „basalen Nachwuchs“ ein.

 

Frau Büker begann ihre berufliche Laufbahn 1975 im Kinderzentrum Pelzerhaken in Holstein (Norddeutschland) als damals noch einzige Psychologin und wurde im weiteren Verlauf Leiterin des psychologischen Fachbereiches.

 

1978 wurde sie von Prof. Andreas Fröhlich – emeritierter Professor, Institut für Sonderpädagogik der Universität Landau/Pfalz –  in den pädagogischen Beirat des Bundesverbandes für Körperbehinderte berufen. Durch die regelmäßige, gemeinsame Arbeit in diesem Gremium entstand ein enger Kontakt und Austausch mit Herrn Prof. Fröhlich.

 

Im Jahre 1989 fand unter der Leitung von Prof. Fröhlich der erste Kurs für MultiplikatorInnen für Basale Stimulation statt, den Frau Büker inhaltlich mitkonzipierte und in dem sie als Dozentin tätig war. Seither leitet sie mit viel Engagement und Begeisterung Kurse für PädagogInnen und TherapeutInnen, sowie zur Weiterbildung von KursleiterInnen.

 

Frau Büker implementierte das Konzept Basale Stimulation im Kinderzentrum Pelzerhaken, führte regelmäßig Grund- und Aufbaukurse durch und leitete den hausinternen Arbeitskreis Basale Stimulation.

 

Im Rahmen von Jahrestagungen oder Symposien reist sie europaweit und hält Vorträge über die Umsetzung und Inhalte aus dem Konzept der Basalen Stimulation.

 

Frau Büker arbeitete aktiv im Kuratorium der Basale Stimulation bis zu dessen Auflösung mit und ist nun Ehrenmitglied des internationalen Fördervereins Basale Stimulation e.V.

 

Weiterhin ist sie europaweit mit den KursleiterInnen anderer Länder (Spanien, Schweiz, Italien, Österreich, Belgien, Frankreich) eng vernetzt.

 

Schwerpunkt ihrer praktischen Arbeit war einerseits die Behandlung schwer- und mehrfachbehinderter Kinder aller Altersgruppen, besonders derer mit Autostimulationen, selbstverletzende Verhaltensweisen, Schreiattacken, Stereotypien und herausforderndem Verhalten, sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich.

 

Andererseits führte die von ihr beobachtete Bedeutung der Entwicklung der Körperwahrnehmung für die Beziehungs- und Verhaltensmuster von Kindern zu einer Ausweitung des Konzeptes. In enger Zusammenarbeit und im Austausch mit Prof. A. Fröhlich öffnete sie das Konzept der Basalen Stimulation für die gezielte Anwendung auch bei Kindern mit Regulationsstörungen, Fütter-/Essstörungen im frühen Kindesalter sowie bei frühen Bindungsstörungen Der diagnostische Blick auf den Körperkontakt bzw. die Körperkontaktstörung und die damit verbundenen Beziehungsstörungen besonders auch bei nicht behinderten Kindern wurden ihr ein besonderes Anliegen. Durch die Hinführung der Eltern auf die Körperebene ermöglicht der Einsatz von Basaler Stimulation die notwendige Unterstützung für die Entwicklung.

 

Ende 2011 ist Frau Büker in den Ruhestand getreten. Sie gibt weiterhin Seminare, schreibt an einem Buch über die oben erwähnte Weiterentwicklung und Ausweitung des Konzeptes und arbeitet in ihrer Freizeit bildhauerisch und kreativ mit unterschiedlichen Materialien.